St. Vincenz

Die heute ev.-luth. gotische Pfarrkirche St. Vincenz wurde um 1250 errichtet. Aus dieser Zeit stammt das mächtige Westwerk mit dem Turm, von dem aus das Schloss 1542 während der Belagerung durch die Protestanten unter Graf Mansfeld beschossen wurde. Das Langhaus im Stil einer dreischiffigen Hallenkirche wurde zwischen 1429 und 1460 errichtet und musste nach dem großen Stadtbrand 1644 völlig erneuert werden.

Es wird geprägt durch die 1644 eingebauten Emporen mit 34 Apostel- und Prophetenbildnissen, die barocke Kanzel von 1652 und die 1658 vollendete und 1994 restaurierte, mit Knorpelwerkmalereien geschmückte Jonas-Weigel-Orgel. Im Chor befindet sich der barocke Altar. Die Großbuchstaben über der Mitteltafel verschlüsseln den Namen der Stifterin "V.on G.ottes G.naden A.nna S.ophia, G.eboren A.us C.hurfürstlichem S.tamm B.randenburg. H.erzogin Z.u B.raunschweig U.nd L.üneburg, W.itwe". Links im Chor erhebt sich die Fürstenprieche mit Bildnis der Herzogin. In St. Vincenz finden regelmäßig im Herbst die Schöninger Orgelwochen statt.